Galerie Beatrice Brunner : Peter Aerschmann

Peter Aerschmann Checkpoint, 2010 16 min loop, 16:9, no sound HD video, ed. 5 + 1 AP

Peter Aerschmann
Checkpoint, 2010
16 min loop, 16:9, no sound
HD video, ed. 5 + 1 AP

Peter Aerschmann
Leben im Loop
Künstler des Galerienprogramms

Das alltägliche Leben, das Existieren in rhythmisch wiederkehrenden Zeitzyklen, das Sein in repetitiven Mustern: Die Wahrnehmung dieser Realität ist Ausgangspunkt der Arbeiten von Peter Aerschmann. Dafür setzt er am Computer fiktive Szenen zusammen und konstruiert “Wirklichkeiten”, die gleichzeitig virtuell und dokumentarisch, die künstlich entworfen und dennoch Abbild der Welt sind. Realität und Virtualität, Zufall und Fügung, Wiederholung und Einmaligkeit sind so Begriffe, die für seine interaktiven Installationen und Videoinstallationen von Bedeutung sind, die sie als gemeinsame Merkmale umfassen.
Das Bildmaterial für seine Arbeiten findet Aerschmann meist im urbanen Alltag, wo er Elemente wie Hochhäuser, Strassen, Verkehrsschilder, Fahrzeuge, aber auch Menschen und Tiere filmt und fotografiert. Sein Augenmerk schenkt er dabei bewusst dem Gewöhnlichen, dem schon zigmal Gesehenen, dem kaum mehr Beachteten. Die einzelnen Motive isoliert er anschliessend am Computer von ihrer Umgebung und fügt sie, sofern gefilmt, zu Sequenzen zusammen, die er in einem Loop ablaufen lässt. Das gewaltige Archiv, das Aerschmann auf diese Weise über die Jahre erstellt hat, bildet den Baukasten, dessen er sich bedient, um immer neue Bilder der Stadtlandschaft, ihres alltäglichen Treibens, zu kreieren. Die Dramaturgie seiner Schauspiele gibt der Künstler teilweise aus der Hand. Indem er die Entscheidung darüber, welche Bildelemente wann wo auftauchen, häufig dem unparteiischen Zufallsgenerator zuweist oder den Museumsbesucher mittels Knopfdruck in das Geschehen eingreifen lässt, fehlt seinen Schilderungen des urbanen Lebens meist auch eine eigentliche Erzählstruktur. Die sich ergebenden Situationen wirken geläufig, gleichwohl aber bizarr und befremdlich, sie öffnen Denkräume und werfen den Betrachter auf sich selbst zurück, halten ihm und seinem Dasein, ohne moralischen Anspruch, einen Spiegel vor. (..)
                                                                             Auszug aus «Leben im Loop»,Petra Giezendanner

Galerie Béatrice Brunner
Nydeggstalden 26, CH-3011 Bern
Tel: +41 31 312 40 12
galerie@beatricebrunner.chhttp://www.beatricebrunner.ch
Öffnungszeiten : Mi – Fr: 14:00 –18:00 Uhr, Sa: 11:00 – 16:00 Uhr

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