Ivo Kamm:POP RELOADED

Pierre-Alain Münger Untitled, (1973), 2013 Stahl, Gold

Pierre-Alain Münger
Untitled, (1973), 2013
Stahl, Gold

POP RELOADED
7. Juni bis 20. Juli 2013

Vernissage: Donnerstag, 6. Juni 2013, 18:00 Uhr

Galerie Ivo Kamm GmbH
Waldmannstr. 6, CH-8001 Zürich
T +41 (0)44 552 06 10
info@ivokamm.com, http://www.ivokamm.com
http://www.facebook.com/GalerieIvoKamm
Öff‚nungszeiten: Di–Fr 11:00 – 18:00 Uhr, Sa 11:00 –17:00 Uhr

Die Gruppenausstellung Pop Reloaded präsentiert die Werken von Juan Pablo Echeverri (*1978, Bogota), Hanspeter Hofmann (*1960, Basel), Pierre-Alain Münger (*1977, Solothurn) und Nadin Opsina (*1960, Bogota). Spätestens seit den sechziger Jahren ist das gesellschaftliche Auge Cartoon-Ästhetik und Konsum-Chic auf Leinwänden gleichermassen wie auf Plakaten mehr als gewohnt. Ursprünglich inspiriert von der Werbung und den sozial-politischen Mechanismen innerhalb einer konsumorientierten Gesellschaft, hat diese Populär-Kunst, die «Pop Art», längst wieder zurück in die Werbung gefunden, nobilitiert durch Namen grosser Künstler wie Andy Warhol und Roy Lichtenstein. Die zentralen politischen sowie sozialkritischen Referenzpunkte der Bewegung sind aufgrund der plakativen, gefälligen Fassade eher in den Hintergrund geraten.
Dass die Pop Art-Bewegung in dieser ursprünglichen, sozialkritische Rezeption sowie Expression von Alltag heute nach wie vor aktuell ist, beweist die Ausstellung Pop Reloaded, mit Positionen von Juan Pablo Echeverri, Hanspeter Hofmann, Pierre-Alain Münger & Nadin Opsina.Die parodistischen Video-Arbeiten Sexual Forestz oder Lezangeles von Juan Pablo Echeverri triefen vor Humor, Sarkasmus und gesellschaftskritischer Ironie. Auch vor Selbstironie und Hinterfragung schreckt der Künstler nicht zurück für seine Serie miss fotojapón liess er sich über dreizehn Jahre hinweg täglich in einem öffentlichen Passfoto Automaten ablichten, ein «Work-in-progress», das für sein übriges Werk als Hauptmast fungiert.
Hanspeter Hofmann ist sich als Mensch und Künstler seiner Stellung als funktionierender Teil einer Konsum-, Forschungs- und Kommunikationsgesellschaft sehr bewusst. Er kennt deren Regeln, nutzt, benutzt und hinterfragt sie gleichermassen konsequent. Die moderne Pop-Ästhetik kommt nicht nur in seinen Schimpansen-Porträts auf chromatischem Grund zum Ausdruck, sondern lässt sich gerade farbtechnisch auch auf seine molekular anmutenden Gemälde anwenden.
Der Schweizer Künstler Pierre-Alain Münger beschäftigt sich schon seit Jahren mit dem Begriff des Crashs. In seiner jüngsten Serie steht der amerikanische Wirtschafts-Crash von 1973, verursacht durch die Ölkrise, im Vordergrund. Vierzig mit Blattgold beschichtete Ölkanister in Form einer riesigen amerikanischen Flagge und ein Leichenwagen, ein Cadillac von 1973, demoliert auf einer Crash-Test-Strecke sind nur einige der assoziativen Spuren dieses Crashs.
Nadín Ospinas ironisch-ikonographische Hybrid- Skulpturen spielen genauso wie Echeverris Arbeiten mit dem globalen Kollektivgedächtnis der Gesellschaft. Zu den bekanntesten Arbeiten zählen seine an präkolumbianische Fundobjekte erinnernden Disney- Figuren sowie Landschaften aus Lego mit dem kolumbianischen Drogenkrieg als Thema. Ospina stellt Fragen nach der eigenen Identitätsbildung, Erinnerung und Wahrnehmung von Kultur. Woraus besteht unsere Identität? Ist das, was wir sehen wahr? Wie stark basiert das, was wir glauben zu sein, auf der Appropriation von externen Bildern? Womit identifizieren wir uns mehr, mit den Simpsons oder einem Tunjo?
Pop Reloaded ist eine zeitgenössiche helvetischlateinamerikanische Hommage an die Pop Art.

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