Galerie Bob Gysin:TERESA CHEN DEATH OF A BUTTERFLY

Teresa Chen Caligo #1, 2013 C-Print Diasec 120 x 180 cm Edition 3 + 1 AP

Teresa Chen
Caligo #1, 2013
C-Print Diasec
120 x 180 cm
Edition 3 + 1 AP

TERESA CHEN
DEATH OF A BUTTERFLY
8. Juni – 20. Juli 2013

Vernissage: Freitag, 7. Juni 2013, 18:00 Uhr – 20:00 Uhr
Vorschau: Christoph Brünggel, 31. August – 19. Oktober 2013

Galerie Bob Gysin
Ausstellungsstrasse 24, CH-8005 Zürich
T + 41 (0)44 278 40 60 • F + 41 (0)44 278 40 50
info@gbg-galerie.chhttp://www.gbg-galerie.ch
ւnungszeiten : Di – Fr 13:00 – 18:00 Uhr, Sa 12:00 – 16:00 Uhr

Die Galerie Bob Gysin freut sich mit der Ausstellung Death of a Butterfly die fünfte Einzelausstellung von Teresa Chen zu präsentieren. Die Künstlerin setzt sich in ihrem Werk vorwiegend mit dem menschlichen Körper – zumeist mit ihrem eigenen– und mit Ambivalenz auseinander, welche sie nicht selten mit Stilmitteln der Vergänglichkeit veranschaulicht. Teresa Chen hält in ihren Fotoserien Withering und in Captured verwelkende Pflanzen und Spinnennetze mit verendeten Insekten fest: morbide, abstossende Situationen morphieren in ästhetisch anmutende Gegebenheiten.

In den neusten Arbeiten thematisiert Teresa Chen ihre eigene Herkunft, wie dies beispielsweise auch bei der Serie Dream of a Non-Blonde und The Yellow Peril der Fall ist. Als sogenannte ABC (American Born Chinese), nun Schweizerin und in der Schweiz lebend, hat sie Giacomo Puccinis Oper Madama Butterfly als Ausgangspunkt zur neuen Serie Death of a Butterfly genommen. Ihr Interesse gilt dabei der Darstellung der asiatischen Frau in der europäischen Gesellschaft und Geschichte. Mit Madama Butterfly folgte Puccini einer am Ende des 19. Jahrhunderts in Europa populären Strömung des Exotismus.

Madama Butterfly, die Junge Geisha, die in ihrer Heimat Japan, den dort stationierten amerikanischen Marineoffizier kennenlernt und von ihm ein Kind bekommt, wartet nach der beruflich bedingten Abreise des Offiziers vergeblich auf dessen Rückkehr. Er kehrt zwar nach Nagasaki zurück, aber nicht ihretwegen, sondern um das gemeinsame Kind nach Amerika mitzunehmen. Aus Verzweiflung und Schmerz über den doppelten Verlust erdolcht sich Madama Butterfly. Madama Butterfly ist eine der meist inszenierten Opern der Welt.
Diverse schwarz-weiss Fotografien, die von Inszenierungen der Puccini Oper in Mailand (1904), New York (1907) und Zürich (1937, 1945, 1954) stammen, finden in den neuen Arbeiten von Teresa Chen Verwendung. Die Künstlerin platziert mit Stecknadeln – wie wir dies von Kasten mit Trockenpräparaten von Insekten gewohnt sind – an prominenten Stellen der Aufnahmen tote Schmetterlinge und schafft so eine Verbindung zu ihren Selbstporträts. Die Aufnahmen von «blutenden» Schmetterlingen bilden wiederum den Bezug zum Zitat von Madama Butterfly «Dicon ch’oltre mare se cade in man dell’uom, ogni farfalla da uno spillo è trafitta ed in tavola infinita!» (Man sagt, wer in Eurem Land einen Schmetterling
erjagt, sticht eine Nadel durch sein zierliches Leibchen, um ihn auf einem Brett festzunageln!). Mit der Ausstellung Death of a Butterfly gelingt es Teresa Chen ihre körperorientierte Arbeit sowohl mit dem Gegenstand ihrer Herkunft wie auch mit der Fotografie innewohnenden Vergänglichkeitsthematik zu verschränken.

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