Galerie Haas AG : ALMUT HEISE und ALEXANDER CALDER 21. März – 3. Mai 2013

Unbenannt

Almut Heise
Grosse Museumsszene II
2009
Öl auf Leinwand
190 x 135 cm

ALMUT HEISE
BILDER, ZEICHNUNGEN

ALEXANDER CALDER
RED AND BLUE ON
BLACK AND WHITE
21. März – 3. Mai 2013

Galerie Haas AG, Talstrasse 62 a, CH-8001 Zürich
T +41 (0)43 497 20 26 • F +41 (0)43 497 20 27
contact@galeriehaasag.chhttp://www.galeriehaasag.ch
Öffnungszeiten : Mo – Fr 10 :00 – 12 :30 Uhr und 14 :00 – 18 :00 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Almut Heise, die 1944 in Celle geboren wurde und heute in Hamburg lebt, porträtiert Menschen in realistischer Weise doch künstlicher Anordnung. Die Porträtierten folgen einer Choreographie oder Inszenierung, die jene der Malerin ist: sie sitzen mit übergeschlagenen Beinen, die Zigarette in den gespreizten Fingern, sie schauen mit Opernglas auf ein imaginäres Ziel oder mit Desinteresse auf ihr eigenes Spiegelbild. Ganz wichtig ist der Malerin der Blick der Dargestellten, mal auf uns gerichtet, mal in die Ferne schweifend, besonders betont durch das Motiv des Opernglases, mal nach innen gehend, als Reflexion durch den Spiegel.
Manieriert könnte man manche dieser Figuren nennen, zumindest bühnenreif. Denn stets verleiht ihnen ihr physiognomischer Ausdruck und ihre räumliche Situation, gerade durch Ihre Alltäglichkeit, etwas Magisches, manchmal auch Tragisches oder Abgründiges. Man sieht geradezu die Anspannung der Gemalten, sich möglichst vorteilhaft
in Szene zu setzen, Normalität zu spielen, wo keine vorhanden ist.
Almut Heise lässt uns an den Absurditäten oder Abgründen dieser und unser aller Alltäglichkeiten teilhaben und kleidet sie in lässige Eleganz. Ihre Malerei ist delikat, ihre Farbigkeit sensibel, ihre Szenen sind gerade deshalb verunsichernd. 7 Gemälde aus den Jahren 1990 bis 2012 und 9 Zeichnungen von 1978 bis 2002 werden zusammen mit einer Skulptur von Alexander Calder gezeigt. Warum Calder? Einer Calder Skulptur erweist die Künstlerin im Hauptbild der Ausstellung in Grosse Museumsszene II ihre Referenz, deshalb soll eine Calder Skulptur aus dem Jahr 1969 auch der Künstlerin ihre Referenz erweisen und der Ausstellung einen weiteren Höhepunkt verleihen.

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