Annamarie M. Andersen Galerie ZORAN MUSIC ANDREAS LEGATH 7. Mai – 31. Juli 2013

Unbenannt

Zoran Music
Motif Dalmate 1959
Lithograph, A.P., 42×58,5 cm
Schmücking 76


ZORAN MUSIC
ANDREAS LEGATH
7. Mai – 31. Juli 2013

Annamarie M. Andersen Galerie
Bodmerstrasse 8, CH-8002 Zürich
T + 41 (0)44 281 18 81
gallery@andersenfineart.comhttp://www.andersenfineart.com
Öffnungszeiten : Mi – Fr 13:00 – 18:00 Uhr und nach Vereinbarung

Zoran Music (Gorizia 1909 – 2005 Venedig) lernt bereits als Kind Armut und Trennung von der Familie kennen. Im 2. Weltkrieg nach Dachau deportiert, dokumentiert er heimlich den erlebten Horror in Zeichnungen. Diese traumatische Erfahrung verarbeitet er Anfang der 70er Jahre in der erschütternden Werkreihe «Nous ne sommes pas les Derniers». Ein Motiv, das sein gesamtes Schaffen immer wieder durchzieht, ist der Hügel. In der Erinnerung verbinden sich in metaphorischer Abwandlung die Gebirgslandschaft der Kindheit und die Leichenberge, denen sich Music in Dachau gegenübersah.
Dem Gesetz der Erosion, des Zerfalls, und dem einer Art Auswaschung sind beide unterworfen, der organische Körper wie der anorganisch-mineralische. Music ist dem Menschen in radikaler Armseligkeit und Mittellosigkeit begegnet, transformiert, vom Tod in Form gebracht. Der Körper wird zum Felsblock, der Felsblock ruft die Erinnerung an einen menschlichen Körper wach. Evidenz und Latenz erscheinen unausweichlich ineinander verschlungen. Unentwegt sind Erscheinen und Verschwindenam Werk, rhythmisch organisiert bis hin zu einem Höchstmass an angehaltener Stille. Der etwas mehr als 50 Jahre jüngere Andreas Legath (1961 Deutschland), ist durch die Schule der existenziellen Gedankenwelt von Zoran Music gegangen. Anders als dieser, der in seiner Landschaft aufwuchs, musste Legath seine Landschaft erst finden, für sich entdecken. Als Kompass diente ihm eine innere Klangvorstellung. An die Stelle einer von Entstofflichung begleiteten Transformation ist bei ihm eine geradezu pragmatisch anmutende, konkrete Kontaktnahme getreten. Er lässt seine Bildwelt aus eigenhändig gesammeltem Erdmaterial hervorgehen, das ihm bei seinen Wanderungen zugänglich war. Er nutzt geschickt eine trennende Struktur, um Gegenwärtigkeit, um Präsenz im Räumlichen und im gleichen Atemzug räumliche Präsenz als empfindbar erscheinen zu lassen.
  Aus: Sabine Arlitt, Hommage à Zoran Music 2011

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