Galerie Carzaniga

FLAVIO PAOLUCCI SKULPTUREN
bis 24. November 2012

FIRST CHOICE From Private Collections V
20. Oktober – 24. November 2012

Schläft ein Lied in allen Dingen, Die da träumen fort und fort, Und die Welt hebt an zu singen, Triffst du nur das Zauberwort.»

Der Vierzeiler Wünschelrute des
Romantikers Joseph Freiherr von
Eichendorff ist für mich gleich-
sam ein Motto zu Paoluccis
Schaffen. Das Erzählen im üblichen Sinn, aber auch im gestalterischen Verständnis ist Paoluccis Sache nicht. Es geht nicht um Prosa, sondern um Poesie, Bildpoesie, um eine herbe, schnörkellose, elementare Poesie.

«Schläft ein Lied in allen Dingen, die da träumen fort und fort…» Mit «Dingen» meinte Eichendorff sicher nicht die Dampfmaschinen, die damals zu schnauben und zu stampfen begannen; aber Blumen, frische und getrocknete, Steine, Mauern, Bäume, Pflanzen, Blüten, Wurzeln, Äste, vielleicht auch Bretter und Balken. Auch bei Flavio Paolucci ist die Grenze zwischen dem Beseelten und Unbeseelten anders gezogen, als dies gemeinhin der Fall ist.

«Und die Welt hebt an zu singen, triffst du nur das Zauberwort.» Wenn wir das Wort «Welt» als Metapher für die kleine Welt eines Kunstwerkes von Flavio Paolucci verwenden und «singen» im Sinn des Wohlklangs, der Harmonie begreifen, dann erklärt sich das Ziel der Schaffensetappen auf dem langen Weg dieses Künstlers. Es geht um die Suche eines «Zauberwortes», dass, wenn er es gefunden hat, sich wieder auflöst, dekodiert und neu entdeckt werden muss.
Ausschnitt aus dem Katalogtext von Peter Killer, Olten

Eröffnung: Samstag, 20. Oktober, 11:00 –15:00 Uhr

Galerie Carzaniga GmbH

Gemsberg 8, CH-4051 Basel
http://www.carzaniga.ch
galerie@carzaniga.ch
Öffnungszeiten: Mo – Fr 9:00 – 18:00 Uhr

Sa 10:00 –16:00 Uhr sowie nach Vereinbarung

 

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