Von Bartha Garage

BEAT ZODERER ZWISCHEN KALKÜL UND ZUFALL
NOV 24, 2012 – JAN 26, 2013

Beat ZodererBeat Zoderer zählt mit seinen
vielschichtigen Arbeiten, die das
klassische Formenvokabular zu
sprengen suchen, zur international wahrgenommenen Schweizer
Kunstszene. Seine Werke wurden
bisher weltweit in namhaften Institutionen ausgestellt. Er thematisiert in seinen Objekten, Wandarbeiten, Installationen und Skulpturen die non- chalante Zusammenführung von High and Low. Dabei besinnt er sich auf die Vergangenheit, ohne diese aus nostalgischer Warte zu analysieren, sondern unterzieht die Tradition einer subversiven und frischen Neuinterpretation. So dekonstruiert und vitalisiert er die konkrete und konstruktive Kunst, indem er ihre Strenge, ihre Rationalität und ihren Perfektionismus auf subtile Weise aushebelt.

In den Räumlichkeiten der von Bartha Garage zeigt Beat Zoderer (geboren 1955 in Zürich, lebt und arbeitet in Wettingen) neue Arbeiten: unter anderem eine spektakuläre Rauminstallation aus Plexiglaskugeln und zwei Werkgruppen, die sich im Spannungsfeld von Kalkül und Zufall bewegen und in der Heterogenität formaler Lösungen die Poesie des Materials betonen.

Als Forscher lotet Beat Zoderer die Möglichkeiten des Materials aus und stellt daran formale Fragestellungen, die in geistreiche und ironische Seherlebnisse münden. Auffallend dabei ist die authentische und unmittelbare Geste, mit der er seine Ideen materialisiert und sich der Begeisterung leuchtender Farben – ein konfektioniertes Material aus dem Warenhaus – oder der Diversität in der Materialbeschaffenheit hingibt. So streben die Arbeiten nicht danach, ein strenges Formenvokabular vollständig zu deklinieren – was an die Objektivität und Perfektion des Minimalismus erinnert –, sondern zu zeigen, wie und woraus sie entstanden sind. Das Sichtbarmachen der Konstruktion, die Imperfektion, ist ein wesentliches Merkmal in Zoderers 30-jähriger Arbeitsphilosophie. Kleine Unebenheiten oder sogenannte Überraschungen sind Teil des Entstehungsprozesses und gehören zum Werk: eine Subjektivität, die den puristischen Kern relativiert und einen zärtlichen Blick auf das Material zulässt, es gar beseelt.

Konstruierte Faltungen aus bunten Blechstreifen, die trotz ihres Abstraktionsgehalts noch Erinnerungen an einen Pinselstrich wachrufen, oder Faltungen, die sich der «Quadratur des Kreises» annehmen, begegnen skulpturalen Betonarbeiten. Eleganz trifft auf Rohheit. In der Gegenüberstellung der Arbeiten wird mehr als ein Wechselspiel der Materialästhetik thematisiert. Es geht um Strenge und Verspieltheit, Kalkül und Zufall, um akkurate Linien und amorphe Strukturen – und um die räumliche Wahrnehmung.

Vernissage: Freitag, 23. November, 18:00–20:00 Uhr

Von Bartha Garage

Kannenfeldplatz 6, CH-4056 Basel
info@vonbartha.com
http://www.vonbartha.com
Öffnungszeiten Garage: Di – Fr 14:00 – 19:00 Uhr, Sa 11:00 – 17:00 Uhr und nach Vereinbarung

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